Sonett Nr. 46

Stets zum letzten Glockenschlag,
Stürm‘ ich aus dem Haus
Schlag die Tür zum Hause zu
Und sprinte in den Tag.

An dem Haltestellenschild
Bleib ich schließlich steh’n,
Strecke mich und frage dann:
„War der Bus schon da?“

Alle schlafen – keiner spricht,
Nun, dann heute eben nicht.
Ich setze meinen Rucksack ab,

Doch Halt! Der Bus, er naht heran!
Stöhnend heb‘ ich meine Last
Und steige ein, in großer Hast.

 

Harriet

 

Der Famoste Baum

Es war einmal, vor langer, langer Zeit
Da gab es einen famosten Baum bereits
Der Baum war wirklich sehr bekannt
Im ganzen, großen Schotten – Land.

Die Leute kamen von sehr weit her
Um ihn stehen zu sehen, am Meer
Doch leider wurden sie betrogen,
Der Baum hatte sie angelogen!

Am Meer steht er schon lang nicht mehr
Das ist schon lange, lange her
Er steht jetzt nur noch an dem Fluss
Und wartet lange schon auf den Kuss

Der schönen Prinzessin
Maria von Hessen.
Doch diese hatte ihn schon bald vergessen.

 

In Gedenken an William McGonagall,

Harriet

Die Muschel

Eine relativ große, weiße Muschel liegt vor mir im Sand. Halb verdeckt von all den anderen Muscheln liegt sie da und wartet. Doch worauf wartet so eine Muschel eigentlich? Beziehungsweise, ist ihre Beschäftigung überhaupt das warten? Wenn sie nicht wartet, was macht sie dann den ganzen Tag? Was wird sie morgen machen und was hat sie gestern gemacht?

Die Muschel liegt noch immer schweigend vor mir im Sand. Sie ist vom Meerwasser rein gewaschen und strahlt förmlich zwischen ihren Kameraden hervor, als wollte sie sagen: „Nimm mich mit!“ Ich betrachte sie noch einen Moment, warte darauf, ob vielleicht noch etwas passiert. Schließlich erbarme ich mich ihr, bücke mich und hebe sie hoch. Meine Finger spüren die großen und die kleinen Rillen, die aussehen, als wären sie mit einem Lineal gezogen. Ich setze mich in den Sand und lausche der Muschel, die mir ihre Geschichte erzählt.

Das Rauschen des Meeres, das Kreischen der Möwen. Die weiße Muschel, die von den Wellen an den Strand getragen wird. Der Sand, der sie verschluckt und völlig umgibt, sie und die anderen Muscheln. Dann wird der Sand weggespült, von den Wellen, die größer, stärker und mächtiger sind als vorher. Zum ersten Mal sieht die Muschel die Sonne aufgehen. Ein großer, roter Feuerball, der langsam den Himmel empor steigt. Die Muschel hat nur wenige Stunden der Ruhe, denn dann kommen die ersten Menschen mit ihren großen, schweren Füßen, die überall herum trampeln, ungeachtet dessen, was sie treten. Die Muschel wird immer weiter nach unten gedrückt, unbeachtet von jedem. Sie bekommt mit, wie viele der anderen Muscheln mit genommen werden, doch sie wird immer übersehen.

Ihre Geschichte ist lang und voller Abenteuer und ich lausche ihr bis zum Schluss ihrer Reise.

Gæðingur

Eine dicke Mähne,
die weht im Wind,
und Augen die glitzern,
voll Freude sie sind.

Die Hufe sie schlagen,
in stetigem Tackt,
zwischen Bergen und Meer,
zwischen Feuer und Eis.

Es läuft freudig,
scheint fast zu fliegen.
Kein Weg ist ihm zu weit,
kein Berg scheint ihm zu steil.

Und nach getaner Arbeit,
ist es noch immer bereit,
wieder zu laufen, wieder zu fliegen,
ohne zu warten, ohne zu drängen.

Herzlich Willkommen!!!!

Schön das du dich auf unsere Seite verirrt hast, wir hoffen du wirst Spaß haben, wenn nicht schreibe einen schlechten Kommentar, dass ist besser als keiner 😀

Wir werden versuchen regelmäßig Etwas hoch zu laden, da wir aber leider beide Vollberufstätig sind (Schüler) kann es sich manchmal verzögern. Wir bitten um Verständnis.

Viel Spaß beim lesen!

Alicia und Sibylle 🙂